Wandern Jahresrückblick 2013

                                                                               
Jahresrückblick 2013

Kurz vor Jahreswechsel scheint mir, als ob die Uhr in 2013 noch „schneller „gelaufen“ ist als im vorigen Jahr. Und wenn ich mich umhöre, geht das vielen so. Aber wie kommt das? Nehmen wir uns für jeden Tag zu viel vor? Stecken wir unsere Messlatte zu hoch? Oder „läuft“ bei manchen, weil vielleicht „in die Jahre gekommen“, alles einfach geruhsamer ab?
Wenn ich mir die Jahrgangsliste der Wandersparte anschaue, staune ich, dass alle - mit einer Ausnahme - bereits das Rentenalter erreicht haben. Das heißt: Ansprechpartner für die eigenen Kinder zu sein, die kleinen und großen Enkelkinder zu betreuen, sich um betagte Eltern und Angehörige zu kümmern. Das bedeutet aber auch, sich nun endlich die Wünsche zu erfüllen, die sich während des Berufslebens zeitlich oder aus anderen Gründen nicht realisieren ließen. Da stehen im Vordergrund häufige Kurzreisen und/oder ausgiebige längere Aufenthalte in der Ferne. Wohl dem, der gesundheitlich dazu in der Lage ist. Also müssen Prioritäten gesetzt werden. Wir haben ja inzwischen gelernt: Alles auf einmal geht gar nicht! Damit stellt sich zum Beispiel die Frage: Wandere ich am Sonntag (wie früher) mit in den Harz oder in den Süntel? „Habe ich Rücken“ oder „…..Knie“? Ist mir die Wanderstrecke zu weit oder die Anfahrt nicht mein Ding? Wie wird wohl das Wetter werden?
All das zählt bei unseren Wanderfreizeiten offensichtlich nicht. Gerade erst vor etwa einem halben Jahr haben wir solches in der Vulkaneifel erlebt. Alle in der Gruppe waren super drauf beim Wandern im Regen und Sonnenschein und sehr zufrieden mit sich und dem Geleisteten. Am Ende jeden Tages genossen wir das gemütliche Zusammensein und freuten uns, auch längere Wanderstrecken geschafft zu haben. Möglicherweise hat uns die aufregende Landschaft von allen Wehwehchen abgelenkt. Oder auch Gästeführerin Gabi Reuter, die uns während einiger Wanderungen begleitet hat. Durch sie wurden wir auf die Besonderheiten und Schönheiten ihrer Heimat aufmerksam gemacht. Das Mystische dieser Landschaft wurde durch ihre Erzählungen zusätzlich hervorgehoben. Nach Zusendung unserer Vereinszeitung mit unserem Bericht erhielt ich von Gabi Reuter eine Mail: „Die liebevolle und detaillierte Beschreibung der einzelnen Tage finde ich genauso wie Ihre gesamte Wandergruppe einfach wunderbar. Beispielhaft! Sehr gern würde ich Sie ein weiteres Mal begleiten.“
Es ist doch seltsam (oder doch nicht?): Zu den Wanderfreizeiten habe ich kein „Rücken“ oder „Knie“, nehme ist das Wetter wie es kommt und die Anfahrt packe ich auch. Und wie sieht es bei den Sonntags-und Mittwochs-Wanderungen aus? Sie sind inzwischen – abgestimmt auf den Bedarf – meist nicht mehr so lang, z.T. sogar recht kurz und zusätzlich ab und zu mit „Extras“ versehen. Doch oftmals fehlt der Kick zum Mitmachen es wird sich fürs Zuhause-bleiben oder anderes entschieden. Und das ist sehr schade, weil häufig gerade das Zusammensein mit Gleichgesinnten zu angeregten Gesprächen führt und mit Freude und Spaß verbunden ist. Das spiegelt sich am Ende eines Wandertages wider, wenn wir uns mit einhellig mit positiver Feststellung fröhlich und zufrieden voneinander verabschieden. „Aber schön war es doch….“ Also, liebe Wander-Gruppe: „Runter vom Sofa, hinein in die Wanderschuhe und raus in die Natur!“

Gesundheit, Frohsinn und vor allem „gut Fuß“ in 2014 wünscht Margrit Ehrlich.

 

Joomla Templates - by Joomlage.com