Wintersport

Wintersport

Bilderbuchwinter : weiß leuchtende Gipfel, blauer Himmel. Auf Skiern gekonnt durch den Pulverschnee wedeln. Beneidenswert gut erholt, durchblutet und braungebrannt in Gesellschaft der Schönen und Erfolgreichen. Tja, das wär was!

Wenn - na ja, es nicht so teuer wäre, so weit weg, und dann die nötigen Klamotten! Urlaub haben Sie sowieso nicht mehr, Sie sind nicht so sportlich und Skifahren, zugegeben, können Sie auch nicht. Also alles kein Thema. Kein Interesse.

Halt! Lesen Sie trotzdem weiter.

Wir haben hier zwar keine Traumkulisse und auf den Schnee ist auch nicht so recht Verlass aber Sie brauchen deshalb nicht in tiefe Winterdepressionen zu fallen. Frische Luft gibt es reichlich bei uns und Sport im Freien auch: Walken Sie doch mal.

Sie brauchen nicht mehr dazu als bequeme sportliche Kleidung und Sportschuhe, das haben Sie bestimmt. Für den Anfang reicht das. Und dann natürlich die nötige Anleitung. Die bekommen Sie bei uns im MSV, mittwochs um 17.30 Uhr auf der Bezirkssportanlage. Und schon kann es losgehen.

Sie zögern noch? Sie liebäugeln insgeheim immer noch mit der Devise 'Sport ist Mord', geben es nur nicht zu, und mit Ihrer Badezimmerwaage befinden Sie sich seit geraumer Zeit im Belagerungszustand? Marschieren und Arme schwenken finden Sie irgendwie affig und uncool?

Keine Sorge: Ihre Winterpölsterchen können Sie unter einer weiten Jacke verstecken und

Hochleistungssport ist beim Walking nicht angesagt. Cool wollen wir gar nicht sein, dafür fröhlich und guter Dinge etwas Sinnvolles für unseren Kreislauf und unsere allgemeine Fitness tun. Über das Armeschwenken reden wir später.

Erst einmal geht es los: eine Runde - manchmal auch ein bisschen mehr auf dem Sportplatz zum Aufwärmen, dann ein paar Dehnübungen und ab geht es in die Feldmark. Wege gibt es dort reichlich. In schneidigem Schritt wird gegangen, und bei richtigem Tempo und Rhythmus bewegen sich die Arme ganz von selbst. Ihnen wird warm, Sie atmen tiefer ohne zu keuchen und spätestens jetzt beginnen Sie die Bewegung zu genießen. Sie schreiten munter aus. Am Rande ergibt sich so manches nette Gespräch. Das soll affig sein?

Wenn Sie dann nach einer knappen Stunde wieder auf der Bezirkssportanlage angekommen sind, gibt es noch ein paar Dehnübungen gegen Muskelkater und dann sind Sie entlassen .

Sie fühlen sich beschwingt, durchgepustet, ein bisschen müde zugleich und haben das Gefühl etwas Gutes für sich getan zu haben. Das haben Sie ja auch.

Sie können natürlich auch den Weg nach Hause noch walken. Vor Ihren Nachbarn müssen Sie sich nicht genieren. Es ist halb sieben und schon ziemlich dunkel in dieser Jahreszeit. Außerdem - dumme Sprüche wie "Na? Spazieren gegangen im Trainingsanzug?" quittieren Sie mit einem überlegenen Lächeln. Sie wissen es doch besser!

Und in der Wohnung angekommen werfen Sie unbedingt gleich einen Blick in den Spiegel: So rosig und gut durchblutet haben Sie schon lange nicht mehr ausgesehen. Gönnen Sie sich nun ein paar Minuten Ruhe, trinken Sie eine Apfelschorle oder ein Glas Mineralwasser. Das Foto in der Illustrierten mit den Bergen und dem blauen Himmel betrachten Sie mit Gelassenheit. Zerrungen oder ein Gipsbein sind Ihnen bei uns erspart geblieben.

Kommen Sie nächstes Mal wieder zum Walking. Wetten, dass Sie dann auch Ihrer Waage bald wieder freundlicher gesonnen sind? Und Ihre zweifelnde Freundin können Sie gleich mitbringen.

Elke Warnecke

Joomla Templates - by Joomlage.com